Helvetik 1798-1803
Durch die französische Besatzung sah sich das Alte Bern in einer neuen staatspolitischen Situation. Noch nie hatte eine fremde Macht die Stadtmauern bezwungen, doch nun sah man sich als Satelliten Frankreichs und musste sich mit der übrigen Schweiz als "unteilbare Helvetische Republik" bezeichnen lassen. In der Helvetischen Verfassung vom 28. März 1798 wurden die Waadt, der Aargau und das Ober- land als eigenständige Kantone vom Untertanengebiet Berns abgetrennt. Mit dem Verfassungsentwurf von Mal- maison vom 29. Mai 1801 wurde das Oberland wieder zu Bern geschlagen.

Im Sommer 1802 zog Napoléon die französischen Truppen aus der Schweiz ab. Das zurückgelassene Machtvakuum provozierten ein Durcheinander von zentralistischen und föderalistischen Interessen: Im Kanton Bern leitete das föderalistisch gesinnte Komitee des Wiederherstellungs- vereins, das mehrheitlich aus altgesinnten Patriziern be- stand, die Volkserhebung gegen die Helvetik, den soge- nannten Stecklikrieg. Die Leitung der Helvetischen Repu- blik vermochte den gegenrevolutionären, föderalistischen und altgesinnten Kräften nicht beizukommen und verlegte ihren Regierungssitz von Bern nach Lausanne. In Bern wurden die Schultheisse und Räte von 1798 wieder einberufen.

Durch diplomatische Intervention Napoléons und Verhandlungen in Paris wurde am 19. Februar 1803 die Mediationsakte verkündet. Die aufgezwungene Idee des zentral gelenkten Einheitsstaates der Helvetik wurde aufgegeben und der Föderalismus wieder eingeführt. In dieser Akte waren ebenfalls die Verfassungen der 19 Kantone enthalten.

Wie die andern Kantonsverfassungen war auch die bernische Mediationsverfassung mit ihren 22 Artikeln äusserst kurz und regelte nur das Nötigste. Das Oberland wie auch die Landschaft Schwarzenburg, die bis anhin von Bern und Freiburg gemeinsam verwaltet wurde, wurde dem Kanton Bern zugeteilt. Der Aargau und die Waadt behielten ihre Eigenständigkeit. Der Kanton wurde in fünf Verwaltungsbezirke und 65 Wahlbezirke eingeteilt. Das Wahlrecht war durch Zensus bestimmt. Der Grosse Rat (Legislative) musste durch ein kompliziertes Verfahren gewählt werden. Der Kleine Rat (Exekutive) wurde vom Grossen Rat ernannt und war mit grosser Machtfülle ausgestattet.

Die Restauration von 1815 bis 1830
Die gemässigten Patrizier von Wattenwyl, von Mülinen, von Jenner und von Fischer hatten die politische Führung inne. Zwischen den "unbedingten" und "gemässigten" Patriziern spielten sich weiterhin Parteienkämpfe ab. Die "unbedingten" wurden von Karl Ludwig von Haller, ein persönlicher Gegner der amtierenden Schultheissen, angeführt. Sie gelangten jedoch in keine Regierungsämter mehr. Durch das Fundamentalgesetz von 1816 blieb weiterhin ein grosser Teil der Bevölkerung von der aktiven politischen Mitbestimmung ausgeschlossen.

Die Bevölkerung ertrug die wiedererstarkte Aristokratie und ging in Ruhe ihren Geschäften nach. Die Restaurationszeit war eine Zeit der wirtschaftlichen Erholung. Das Bürgertum entwickelte sich im Schatten der aristokratischen Politik und forderte zunehmend Mitspracherechte, was aber lange nicht ernst genommen wurde. Besonders in den Landstädten Burgdorf, Biel und Pruntrut setzte sich ein neues Selbstbewusstsein durch.

Die Regenerationszeit von 1831 bis 1848
In den Landstädten regte sich Opposition. Die drei Brüder Schnell aus Burgdorf traten als deren Kopf hervor. Die Schnells spannen ein fein verästeltes Netz von Kontakten im ganzen Kantonsgebiet und stärkten den Liberalen vom Land den Rücken. Auch die liberale Bewegung in den Nachbarkantonen unterstützte die Opposition im Kanton Bern. Im Oktober 1830 verlangten sie eine neue Verfassung, was jedoch abgewiesen wurde. Daraufhin versammelten sich über 300 Männer aus dem ganzen Kantonsgebiet in Münsingen zu einer Protestkundgebung. Die Patrizier reagierten ratlos und sahen ihren Einfluss dahinschwinden.

Aus allen Kantonsteilen wurden Petitionen an die Regierung gestellt und eine neue, liberale Verfassung verlangt. Die Stimmung wurde angeheizt, einzelne Patrizier heuerten sich ehemalige französische Söldner an und im Jura formierten sich unter Xavier Stockmar Truppen gegen die Berner Obrigkeit. Es schien sich ein Bürgerkrieg anzubahnen. Um den Krieg zu verhindern, beschloss der Grosse Rat am 13. Januar 1831 zurückzutreten und vom Volk einen Verfassungsrat wählen zu lassen. Das Patriziat dankte ab.

Der liberale Verfassungsrat mit 111 Mitgliedern trat am 28. Februar zu seiner ersten Sitzung zusammen und beendete sie nach heftigen Diskussion am 22. Juni 1831 mit dem Entwurf einer neuen Verfassung. Die Stimmberechtigten nahmen die Verfassung am 31. Juli 1831 mit 27'802 gegen 2'153 Stimmen an.













Quelle: Internet


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Mittwoch, 26. Oktober 2016 - 19.30 Uhr

Freitag, 28. Oktober 2016 - 19.30 Uhr

Samstag, 29. Oktober 2016 - 19.30 Uhr

Dienstag, 1. November 2016 - 19.30 Uhr

Mittwoch, 2. November 2016 - 19.30 Uhr

Freitag, 4. November 2016 - 19.30 Uhr

Dienstag, 8. November 2016 - 19.30 Uhr

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 Aktualisiert am31.12.2016