Aktuelle Information zum Theater

Ein grosses Dankeschön an die über 1'100 Zuschauerinnen und Zuschauer, welche die acht Vorstellungen unseres Stationen-theaters «liberté 1812» besucht haben!

 

Wir bedanken uns auch ganz herzliche für die vielen positiven und anerkennenden Rück- meldungen. die Reaktionen bei spontanen Begenungen...!  - Wir sind alle sehr stolz auf unser Grossprojekt, das dank allen Be- teiligten so gut gelungen ist!

 

Heinz Hubacher

Franz Schweizer

 

 

 

Foto Michael Arn



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...begrüsst Sie ganz herzlich auf der Website ihres Stationentheaters von 2016. Wir sind stolz, Sie in und rund um unsere historische Kirche, auf dem ehemaligen Friedhof, beim «Wöschhus», im Pfarrhof und vor dem alten Siegristenhaus begrüssen zu dürfen! Wir freuen uns auf Ihren Theaterbesuch und wünschen Ihnen viel Theatervergnügen. 

                                                                                                                                                                                                Der Kirchgemeinderat und die Pfarrer der Kirchgemeinde Neuenegg

 


GESCHICHTE AKTUELL

Niklaus Anton Rudolf Holzer
BESCHREIBUNG DES AMTES LAUPEN 1779
Herausgegeben und kommentiert von Hans A . Michel, Neuenegg

(Herausgeber - Historischer Verein des Kantons Bern - 1984)

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Sigrid Burri

1812 - was war denn da?

«Aus der Schule weiss ich noch...» - Ein Text mit Gedanken und Fakten zur Schweizer Geschichte um das Jahr 1812 - Sigrid Burri spielt im Stück die Rosina Gurtner.

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Fred Freiburghaus

alias Chorrichter David Freiburghaus auf den Spuren seiner Vorfahren

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Kirchgemeinde Neuenegg

 


Die reformierte Kirche Neuenegg liegt etwas erhöht über dem Dorf und ist über einen gedeckten Treppenaufgang erreichbar.


Sie ist von einem ummauerten Kirchhof umgeben. Wohl bereits um 1100 stand ein erster Kirchenbau an dieser Stelle.


Im Innern der Kirche fällt unter ande- rem der vermutlich über 500 Jahre alte Taufstein auf sowie ein Sakraments- häuschen vorne im Chor, das zwar seit der Reformation nicht mehr benutzt wird, aber dennoch während Jahrhun- derten beibehalten worden ist.

 

Ebenfalls im Chor sind mehrere pracht- volle Glasfenster zu sehen. Sie zeigen den heiligen Vinzenz sowie eine berni- sche und eine freiburgische Wappen-scheibe.



Gedanken des Autors

 



«Mir ging durch den Sinn: 'da muss es doch irgendwo ein Chorgerichtsmanual *), ein Eldorado also von Sitten(un)-fällen, welche damals öffentlich behan- delt worden sind, geben...'. Nachfragen bei Kanton, Gemeinde und Kirchge-meinde führten schliesslich zu einem gesicherten Schrank in einem Kämmer- chen des Sigristenhauses. Da standen sie neben andern alten Folianten, diese stummen Zeugen einer vergangenen Welt, voller Geschichten von Menschen und deren Ängste und Nöte, Geschich- ten von Scheingerechtigkeit, Feig- heit, aber auch von Sehnsucht nach Liebe und freiem, selbstbestimmtem Leben. Meine ersten Annäherungen an diese Menschen bedingten unter anderem das Lernen der altdeutschen Schreib-schrift samt den z.T. recht individuellen Schnörkeln der Manualschreiber.

 

Nach einer ersten Lektüre galt es einen Zeitausschnitt zu finden, der von der Geschichte und ihren Geschichten her, aber auch für die künftigen Zuschauen- den möglichst viel «hergab». Ich habe mich schliesslich für das Jahr 1812 ent- schieden, für ein Jahr mitten in einer bewegten Zeit der Rechtsunsicherheit.

 

Die Schlacht von 1798 war vielen noch präsent, als sie mit Leib und Leben noch für die gnädigen Herren in Bern eingestanden sind, obschon einige schon damals insgeheim der Revoluti- onsheld Napoleon und dessen Frei- heits- und Gleichheitsideen faszinierte. Eine verwirrende Zeit des Spagats zwi- schen der Treue zur alten Ordnung mit ihren Sicherheiten und dem sehnlichen Wunsch nach gleichen Rechten und ein menschenwürdiges Leben für alle.

 

So tauchte ich in die 54 Seiten Chorge- richtswelt von 1812 ein: Die toten Buch- staben wurden beim Lesen langsam lebendig, und auch zwischen den Zeilen regte es sich, so dass sich immer mehr Personal auf meine innere Bilderbühne drängte, um eine Rolle im künftigen Stück spielen zu dürfen. Leider musste ich mich schon früh von vielen wieder verab-schieden, da sie eindeutig den Rahmen des Stückes sprengen würden, das sich langsam in meiner Vorstell-ungswelt zu bilden begann.»


*) eine Protokollsammlung von Gerichtsverhand- lungen, die seit dem 16. bis ins 19.Jahrhundert sporadisch, meistens nach dem Sonntagsgottes-dienst, im Chor der Kirche Neuenegg stattgefun- den haben.


Chorgerichte

 


Die Berner Regierung rief 1587 mittels des «Christlichen Mandats» die Chor- gerichte in Leben. Sie hatten in den Kirchgemeinden für Ehrbarkeit zu sor- gen und hatten das Recht, zu ermah- nen und zu büssen, sei es durch Geld- strafen oder Haft von ein paar Stunden bis zu mehreren Tagen. Als Vergehen wurden geahndet, neben aus heutiger Sicht jugendlichen Streichen:

 

• unehelicher Verkehr und Schwanger-schaft

• Ehestreit, Trunksucht, Spiel und Tanz

• mangelnder Kirchenbesuch

• Luxus, Kleiderpracht und vieles mehr

 

kurz alles, was nicht den moralischen Vorstellungen der Zeit entsprach.

 

Empfindlich wurde auch auf die Miss- achtung der «Ehrbarkeit» reagiert, wie sich das Chorgericht selbst nannte.

In schweren Fällen wie Mord und Tot- schlag, Notzucht, Blutschande, aber auch Gotteslästerung, wurde an das Obere Chorgericht in Bern verwiesen.

 

Das Chorgericht tagte, meist öffentlich am Sonntag nach dem Gottesdienst, unter dem Vorsitz eines Vertreters der Grundherren im Chorraum der Kirche.

 

1831 wurden die Chorgerichte aufge- hoben und durch die Ehe- und Sitten- gerichte ersetzt, die anderen Aufgaben wurden von zivilen Behörden übernom- men.


Chorgerichtsmanual von 1811-1817



...hier endet das Jahr 1811 und es beginnen die Einträge für das Jahr 1812...


Lesungen / Veranstaltungen

 


20. September 2016

19.30 Uhr

Pfarrkeller bei der Kirche

 

Weitere Infos > Link

 



10. September 2016

ab 11.00 Uhr

Pfarrhoffest

Einblicke in die Entstehung des Theater- stücks "liberté 1812" und dessen Um- setzung


• Anhand von Beispielen wird Heinz Huba- cher ein paar Karten zum Vorgehen bei der Entwicklung von "liberté 1812" aufdecken.


• Franz Schweizer wird anschliessend einen Ausschnitt seiner Memoliste vorstellen, die uns die Fülle der Arbeiten zur technischen Umsetzung vor Augen führt.



Wichtige Informationen


Aufführungsdaten

Mittwoch, 26. Oktober 2016 - 19.30 Uhr

Freitag, 28. Oktober 2016 - 19.30 Uhr

Samstag, 29. Oktober 2016 - 19.30 Uhr

Dienstag, 1. November 2016 - 19.30 Uhr

Mittwoch, 2. November 2016 - 19.30 Uhr

Freitag, 4. November 2016 - 19.30 Uhr

Dienstag, 8. November 2016 - 19.30 Uhr

Mittwoch, 9. November 2016 - 19.30 Uhr


Vorverkauf

Wir sind AUSVERKAUFT! Lassen Sie sich auf eine Warteliste setzen!


Abendkasse

Reservierte Karten sind an der Abendkasse im Foyer des SKZ ab 18.00 Uhr für Sie bereit


Eintrittspreise

Erwachsene Fr. 25.00

Kinder/Jugendliche Fr. 15.00


Theater-Bistro

Das Theater-Bistro im SKZ ist ein guter Ort zum Verweilen, zum Warten, zum Austauschen oder zum Aufwärmen vor, aber auch nacn der Vorstellung!

Wir empfangen Sie gerne ab 18.00 Uhr und sind auch nach der Vorstellung für Sie da!


Gut zu Wissen

Der 2. Akt des Stückes spielt draussen an 3 verschiedenen Spielorten. Es hat nur wenige Sitzgelegenheiten!

Bitte keine Schirme während der Auf- führung im 2. Akt!

Das Stationentheater spielt auch draussen und es kann kalt werden! Beugen Sie vor und nehmen warme Kleidung mit!

Situationsplan Theater

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Kontakte Theater

Heinz Hubacher > Mail

Franz Schweizer > Mail


Kirchgemeinde Neuenegg

Postfach 94

3176 Neuenegg

Mail

Website



 Aktualisiert am 23.11.2016