Der Vorverkauf für das Stationentheater beginnt am 1. August 2016!


...begrüsst Sie ganz herzlich auf der Website ihres Stationentheaters von 2016. Wir sind stolz, Sie in und rund um unsere historische Kirche, auf dem ehemaligen Friedhof, beim «Wöschhus», im Pfarrhof und vor dem alten Siegristenhaus begrüssen zu dürfen! Wir freuen uns auf Ihren Theaterbesuch und wünschen Ihnen viel Theatervergnügen. 

                                                                                                                                                                                                Der Kirchgemeinderat und die Pfarrer der Kirchgemeinde Neuenegg

 


GESCHICHTE AKTUELL

Niklaus Anton Rudolf Holzer
BESCHREIBUNG DES AMTES LAUPEN 1779
Herausgegeben und kommentiert von Hans A . Michel, Neuenegg

(Herausgeber - Historischer Verein des Kantons Bern - 1984)

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Projektstart am 27.1.2016

Probe vom 17.2.2016

Probe vom 3.3.2016

Die Runde der Chorichter

Vor dem Chorgericht

...jetzt geht es richtig los!



Kirchgemeinde Neuenegg


Die reformierte Kirche Neuenegg liegt etwas erhöht über dem Dorf und ist über einen gedeckten Treppenaufgang erreichbar.
Sie ist von einem ummauerten Kirchhof umgeben. Wohl bereits um 1100 stand ein erster Kirchenbau an dieser Stelle.
Im Innern der Kirche fällt unter anderem der vermutlich über 500 Jahre alte Taufstein auf sowie ein Sakramentshäuschen vorne im Chor, das zwar seit der Reformation nicht mehr benutzt wird, aber dennoch während Jahrhunderten beibehalten worden ist. Ebenfalls im Chor sind mehrere pracht- volle Glasfenster zu sehen.
Sie zeigen den heiligen Vinzenz sowie eine bernische und eine freiburgische Wappenscheibe.


Gedanken des Autors


«Mir ging durch den Sinn: 'da muss es doch irgendwo ein Chorgerichtsmanual *), ein Eldorado also von Sitten(un)fällen, welche damals öffentlich behandelt worden sind, geben...'. Nachfragen bei Kanton, Gemeinde und Kirchgemeinde führten schliesslich zu einem gesicherten Schrank in einem Kämmerchen des Sigristen- hauses. Da standen sie neben andern alten Folianten, diese stummen Zeugen einer vergangenen Welt, voller Geschichten von Menschen und deren Ängste und Nöte, Geschichten von Scheingerechtigkeit, Feig- heit, aber auch von Sehnsucht nach Liebe und freiem, selbstbestimmtem Leben. Meine ersten Annäherungen an diese Menschen bedingten unter anderem das Lernen der altdeutschen Schreibschrift samt den z.T. recht individuellen Schnörkeln der Manualschreiber. Nach einer ersten Lektüre galt es einen Zeitausschnitt zu finden, der von der Geschichte und ihren Geschichten her, aber auch für die künftigen Zuschauenden möglichst viel "hergab". Ich habe mich schliesslich für das Jahr 1812 entschieden, für ein Jahr mitten in einer bewegten Zeit der Rechtsunsicherheit. Die Schlacht von 1798 war vielen noch präsent, als sie mit Leib und Leben noch für die gnädigen Herren in Bern eingestanden sind, obschon einige schon damals insgeheim der Revolutionsheld Napoleon und dessen Freiheits- und Gleichheitsideen faszinierte. Eine verwirrende Zeit des Spagats zwi- schen der Treue zur alten Ordnung mit ihren Sicherheiten und dem sehnlichen Wunsch nach gleichen Rechten und ein menschenwürdiges Leben für alle. So tauchte ich in die 54 Seiten Chorge- richtswelt von 1812 ein: Die toten Buch- staben wurden beim Lesen langsam lebendig, und auch zwischen den Zeilen regte es sich, so dass sich immer mehr Personal auf meine innere Bilderbühne drängte, um eine Rolle im künftigen Stück spielen zu dürfen. Leider musste ich mich schon früh von vielen wieder verab-schieden, da sie eindeutig den Rahmen des Stückes sprengen würden, das sich langsam in meiner Vorstellungswelt zu bilden begann."
*) eine Protokollsammlung von Gerichtsverhandlun- gen, die seit dem 16. bis ins 19.Jahrhundert sporadisch, meistens nach dem Sonntagsgottesdienst, im Chor der Kirche Neuenegg stattgefunden haben.

Chorgerichte


Die Berner Regierung rief 1587 mittels des «Christlichen Mandats» die Chorgerichte in Leben. Sie hatten in den Kirchgemeinden für Ehrbarkeit zu sorgen und hatten das Recht, zu ermahnen und zu büssen, sei es durch Geldstrafen oder Haft von ein paar Stunden bis zu mehreren Tagen. Als Ver- gehen wurden geahndet, neben aus heutiger Sicht jugendlichen Streichen: unehelicher Verkehr und Schwangerschaft, Ehestreit, Trunksucht, Spiel und Tanz, mangelnder Kirchenbesuch, Luxus, Kleiderpracht, und vieles mehr; kurz alles, was nicht den moralischen Vorstellungen der Zeit entsprach. Empfindlich wurde auch auf die Missachtung der «Ehrbarkeit» reagiert, wie sich das Chorgericht selbst nannte.

In schweren Fällen wie Mord und Totschlag, Notzucht, Blutschande, aber auch Gotteslästerung, wurde an das Obere Chorgericht in Bern verwiesen. Das Chorgericht tagte, meist öffentlich am Sonntag nach dem Gottesdienst, unter dem Vorsitz eines Vertreters der Grundherren im Chorraum der Kirche. 1831 wurden die Chorgerichte aufgehoben und durch die Ehe- und Sittengerichte ersetzt, die anderen Aufgaben wurden von zivilen Behörden übernommen.

Lesungen


Reservationen

Susanna Grogg Roggli >>>

Lukas Hartmann >>>

Werner Adams >>>



7. Juni 2016

19.30 Uhr

Pfarrkeller bei der Kirche

 

Weitere Infos > Link

 


19. August 2016

20.00 Uhr

Bibliothek SKZ

 

Weitere Infos > Link

 


10. September 2016

ab 11.00 Uhr

Pfarrhoffest

 

u.a. Einführung ins Stationentheaters

(weitere Infos folgen)


20. September 2016

19.30 Uhr

Pfarrkeller bei der Kirche

 

Weitere Infos > Link